Sonntag, Juni 28, 2009


San Juan-Feier auf Alfreds ehemaliger Farm Santa Monica

Am 27. Juni 2009 war es wieder einmal soweit. Auf Alfreds ehemaliger Farm wurde San Juan gefeiert. Die neuen Besitzer hatten sich nicht lumpen lassen und erfreuten die vielen kleinen und grossen Besucher mit mit riesigen Mengen paraguayischer und - natürlich - brasilianischer Spezialitäten. Zu trinken gab es Capiriña und Rotwein in grossen Mengen.

Für die vielen Kinder wurden einfache Spiele organisiert. Alfred liess es sich nicht nehmen, den Sigerinnen und Siegern zu gratulieren und die Preise zu übergeben. Er war wieder einmal in seinem Element.


Ein Riesenfeuer hat in Santa Monica Tradtion



Blick auf einen kleinen Teil der Köstlichkeiten



Alfred im Gespräch



Die Kinder sind am San Juan deutlich in der Ueberzahl







Nach diesen wenigen Bildern streikte meine Kamera und lieferte keine Bilder mehr.

Samstag, Juni 20, 2009


Dies und das

Gestern sah ich, als ich auf dem Hundespaziergang war, drei Affen, die sich von einem hohen Baum auf einen tieferen fallen liessen, einer nach dem anderen, eine herrliche Kürzestepisode.
Es ist schön, dass es diese Tiere noch gibt, obwohl allüberall gebaut wird.

Ana, eine Paraguayerin, behauptete kürzlich an einer Versammlung, es seien 70 Häuser im Bau.
Kleine Häuser, wie wir eines bewohnen, sind das sozusagen nie, sondern immer Paläste.

Shima, unsere Kätzin, trinkt in letzter Zeit überaus viel Wasser. Das erinnert uns an Tumay, der das auch tat, als er Nierenprobleme hatte. Shima war kürzlich nach über einem Jahr wieder vier Tage rollig. Damals wars relativ kalt und feucht, und sie war Tag und Nacht draussen mit ihren zwei Liebhabern, einem Siamesen und dem Roten, der sich immer bei uns verpflegt.

Wenn ich Kurts Hund Blacky zum Spaziergang abhole und Ezechiell, der vierjährige Sohn des Gärtners, mich sieht, rennt er ins Haus, um seine Flipflops zu holen, und dann rennt er dem Hund voraus oder hinterher und begleitet mich, wo immer ich hinwandere. Es ist erstaunlich, wie dieser kleine Lockenkopf mit Flipflops rennen kann, weit besser als manch anderer mit Turnschuhen.

Bei Alfred konnten wir heute mehrere Kilos schönster Avocados abholen. Wir werden einen grossen Teil verschenken, aber auch selber einige essen. Avocado in Scheiben geschnitten, mit Balsamico Essig beträufelt und Pfeffer bestäubt, evtl. noch etwas Tomate dazu, das ist ganz fein.
Hoffentlich ist die Ernte noch nicht vorbei, bis wir verreisen.

Das Wetter ist zurzeit fantastisch. Wir können im Schatten draussen essen. Heute Morgen hatte ichs sogar im T-Shirt fast zu heiss. Unter dem Strich ist der Winter hier deutlich angenehmer als der Sommer. Der könnte mir gestohlen werden!

Montag, Juni 15, 2009


Antonia ist 46!

Am vergangenen Samstag feierte Antonia, die Lebensgefährtin von Toni Huwiler, ihren 46. Geburtstag. Ein Grund für ein kleines Fest im Quincho von Alfred. Hier einige Bilder:


Das Geburtstagskind



Samuel, der Sohn, ist noch etwas zaghaft auf der Tanzfläche.



Antonia mit Toni






Die beiden Schweizer-Musiker aus Rio hatten in den letzten Tagen in Puerto Palma den Motor von Alfreds Flieger überholt. - Jetzt spielten sie zur Freude der Gäste auf. Links: Gallus an der Klarinette; rechts: Fritz












Gäste









Köpfe: Mario, Alfred



Vreni, die Nachbarin



So schaut ein typischer paraguayischer Arzt aus. Was er wohl gerade tut?



Na klar doch, salud!


Zum Schluss: The one and only Toni!


Donnerstag, Juni 11, 2009


Sport resp. Fussball zum Zweiten

Gestern wurde auch in der Südamerika-Gruppe um die Teilnahme an der Fussball-WM 2010 in Südafrika gekämpft. Paraguay verlor gegen Brasilien 1:2. Maradonas Argentinien blamierte sich gegen Ecuador mit einem diskussionslosen 0:2.

Ende 2009 führte Paraguay die Tabelle noch mit dem stolzen Vorsprung von 6 Punkten auf den nächsten Verfolger an. In den vier Spielen des Jahres 2009 eroberte Paraguay einen einzigen mageren Punkt im Unentschieden gegen Ecuador. Dreimal verlor die einst so stolze Mannschaft.
Heute führt Brasilien die Tabelle mit 27 Punkten an, gefolgt von Chile mit 26 und Paraguay mit 24 Punkten. Wenn es so weitergeht, ist Paraguays Teilnahme an der WM alles andere als sicher...

Sonntag, Juni 07, 2009


Sport

Gestern haben wir uns über Paraguays Fussballer geärgert, die in einem desasrtösen Spiel gegen die unterklassigen Chilenen 0:2 sang- und klanglos eingegangen sind. Die Chilenen spielten alles andere als gut, nur weniger schlecht als die miserablen Einheimischen. Am Mittwoch spielen sie auswärts gegen Brasilien. Es kann nur noch besser werden...

Heute haben wir live den Final von Paris zwischen Federer und Söderlinge mitverfolgt. Dass ein Sportler nach einem solchen Sieg Emotionen zeigt und Tränen vergiesst, macht ihn menschlich und sympathisch.

Wenn Federer so weiterspielt ,gehört er wohl bald zu den besten Sportlern aller Zeiten.

Sonntag, Mai 24, 2009


Corrida "Homenaje a Maria Teresa de Casabianca"

Heute Morgen fand im Country Club ein 5-km-Lauf statt. Ausgerechnet zur Startzeit setzte Regen ein, und dies, nachdem wir uns während vielen Wochen über wunderschönes Wetter hatten freuen können.

Jürg war mit dabei, Ehrensache bei einem, der so diszipliniert joggt wie er (3 mal wöchentlich 45 Minuten, in der Regel vor dem Morgenessen). Es gab verschiedene Kategorien, auch eine solche für "Wanderer", bei der ich mich gerne eingeordnet hätte, würde mein rechtes Knie nicht immer noch ein bisschen "spinnen".

Jürg kam pfludinass an, war zufrieden mit dem Resultat von rund 26 Minuten. Er habe nicht das Letzte gegeben, weil just beim Start der Gummieinsatz beim Brustgürtel seines Pulsmessers entzweibrach. (Gummi zerbröselt hierzulande wegen der immensen Sommerhitze und gleichzeitigen Feuchte.) Also musste er ohne Pulsmesser rennen.

Um 10 Uhr war ein kleiner Apéro mit Preisverleihung angesagt. Wir waren pünktlich dort und warteten bis um 10.40. Wir waren schon drauf und dran, wieder heimzukehren, denn wir beide fandens unangenehm feucht und kühl. (ganz im Gegensatz zur Schweiz, die ja heute Rekord-Mai-Hitze verzeichnet)

Und da die Überraschung: In seiner Kategorie wurde Jürg Erster. Der Zweit- und der Drittplatzierte waren schätzungsweise 35- und knapp 50-jährig. Eine reife Leistung.
Ich gratuliere!

Mittwoch, Mai 13, 2009


Mythos Frühförderung

In der Weltwoche war zu lesen, dass der Fremdsprachenunterricht in der Primarschule wenig bringt. Resultate in verschiedenen Ländern hätten gezeigt, dass am Ende der obligatorischen Schulzeit die Gruppe derjenigen Schüler, die bereits mit acht Jahren mit Englisch begonnen hätten, nicht besser abschneide als diejenige derer, die mit elf Jahren anfingen. Es sei leider eindeutig, dass der frühe Start allein nicht zu den erhofften Ergebnissen führe. Gross angelegte Studien in Ländern, die schon über mehrere Jahre Erfahrung gesammelt haben, hätten gezeigt, dass die Effizienz der Frühförderung in Frage zu stellen sei. Selbst eine ungarische Professorin und Befürworterin eines frühen Fremdsprachenunterrichts hat gesagt, sie hätte mehr erwartet.

Klare Lernziele für "Englisch Primarschulstufe"!

Im Lehrplan Englisch, entwickelt von der Pädagogischen Hochschule Zürich wird als eines der Lernziele angegeben:

"Mit Hilfe des Europäischen Sprachenportfolios beurteilen die Lernenden den Fortschritt ihrer fremdsprachlichen Handlungskompetenz differenziert nach Teilkompetenzen. Gleichzeitig evaluieren sie ihren Lernprozess sowie den Einsatz von Lernstrategien und planen darauf aufbauend die nachfolgenden Lernsequenzen."

Das richtet sich nicht etwa an Gymnasiasten oder Studenten, sondern an Primarschüler ab der zweiten Klasse. Anspruch und Wirklichkeit klaffen im frühen Fremdsprachenunterricht meilenweit auseinander.

Abgehobene Akademiker, die so formulieren und vermutlich noch keine Stunde unterrichtet haben, legen Lehrpläne und Lernziele fest. Das gibt zu denken. Kein Wunder fühlen sich so manche Lehrerinnen und Lehrer nicht ernst genommen.

Montag, Mai 11, 2009


Telefonunterbruch

Seit gestern funktioniert unser Festnetzanschluss nicht mehr. Wenn wir telefonieren wollen, hören wir die Meldung, der Anschluss sei wegen unbezahler Rechnungen unterbrochen worden.

Was war geschehen?

Ende Februar 2009 erhielten wir von der COPACO (staatlich paraguayische Telefongesellschaft) eine neue Nummer zugeteilt. Soweit, so gut. Leider hat es die COPACO unterlassen, den Besitzern der neuen Nummern seither Rechnung zu stellen. Ob sie administrativ dazu überhaupt in der Lage gewesen wären, ist eine strittige Frage.

Was musste ich in dieser misslichen Situation tun?

Mein erster Gang führte mich zu meiner Bank, denn üblicherweise bucht COPACO den Rechnungsbetrag direkt von meiner Kreditkarte ab. Dort traf ich auf etliche Leidensgenossen, die mit dem gleichen Anliegen Hilfe suchten. Nur, die netten Damen in der Bank konnten uns nicht weiterhelfen. Die Bank kann ja auch nichts dafür, wenn COLPACO "vergisst", den Kunden Rechnung zu stellen.

Mein zweiter Gang führte mich also zur COPACO ins Zentrum von Ciudad del Este. Bei einem ersten Schalter durfte ich mein Anliegen vortragen, und mir wurde daraufhin ohne jede Entschuldigung die Kopie einer Rechnung ausgedruckt. Mit dieser durfte ich mich dann in die riesige Warteschlage vor den Zahlschaltern einordnen. Ich war vermutlich etwa Nummer Fünfzig in der Schlange. Aber da immerhin vier Schalter in Betrieb waren, hielt sich die Wartezeit in Grenzen.

Wie geht es weiter?

Wenn wir Glück haben, wird unsere Nummer am Dienstag vielleicht wieder geschaltet. Wenn wir Pech haber, dauert es eben länger. Aber in unserem schönen Paraguay stört das niemanden...

Sonntag, Mai 10, 2009


Dies und das

Ich hab einen neuen Laptop
Der oder das Laptop
Zeichen, ausser Punkt und Komma, kann ich noch nicht setzen, weil die Tastatur deutsch und das Programm englisch ist. Auch muss ich ein Z druecken, wenn ich ein Y will und umgekehrt natuerlich. Auch die Vokale mit Umlauten funktionieren noch nicht. Der Brasilianer namens Jesus wird wohl naechstens nochmals vorbeikommen, um das zu richten.

Auch als ich in diesen Blog einsteigen wollte, galt mein fuenfstelliges Passwort nicht mehr, ich musste ein neues mit 8 Stellen erfinden.

Das Wetter ist sehr angenehm jetzt, ueberhaupt nicht mehr heiss, aber doch so, dass ich ohne Weiteres schon morgens um 9 Uhr im Bikini im Liegestuhl liegen koennte.

Wir wurden ordentlich verwoehnt in den letzten Tagen
Donnerstag Mittagessen bei Alfred
Freitag Abendessen bei Kurt
Samstag Mittagessen bei Christel und Joerg

Heute koch ich wieder einmal selber. Es gibt einen feinen Fisch, Kartoffeln, Kraeuterquark und brasil. Brokkoli. Davor einen Tomatensalat mit Avocado.

Vergangene Woche haben wir Petersilie, Schnittlauch, Schnittsalat, Basilikum und Tagetes angesaet. Es wird nur wenige Tage dauern, bis sich die Saat zeigt.
Einen Grossteil der feinen Fenchelsproesslinge haben leider irgendwelche Viecher gleich abgefressen. Drum hab ich daneben Knoblauch gestupft. Ich hab mal gelesen, dass Insekten Knoblauch nicht moegen.

Heute ist in Brasilien Muttertag. Paraguay feiert immer am 14. Mai den Tag des Vaterlandes und am 15. Mai den Muttertag. Das ist glaub am naechsten Freitag.

Sonntag, April 19, 2009


Das abrupte Ende einer Beziehung

Seit über einem Jahr gehen Vreni und ich morgens und abends mit einer Schäferhündin spazieren, die ständig angekettet ist. Da die Hündin überhaupt nicht erzogen ist, bewegen wir uns mit ihr am Ende de Clubs; dort, wo kaum Menschen spazieren und wo es nur noch ganz wenige Häuser hat.

Gestern Abend war Vreni mit Luna, so heisst das schöne Tier, wie immer unterwegs. Plötzlich raste Luna davon und kehrte kurz darauf zurück: In der Schnauze ein tot gebissenes kleines Hündchen. Vreni kehrte mit Luna und dem toten Hündchen zurück zu den Besitzern der Schäferhündin. Dort tauchte gleichzeitig die Eigentümerin des toten Hündchens auf. Ihr histerischer Anfall verhinderte jegliches venünftiges Gespräch. Da sich die schreiende und keifende Frau einfach nicht beruhigen wollte, wurde schliesslich die Ambulanz gerufen, um die Frau medizinisch betreuen zu können.

Uns war immer klar, dass wir ein Risiko eingingen, wenn wir mit einer unerzogenen, unangeleinten Schäferhündin spazieren gingen. Wir wollten einem Tier, das permanent angekettet war und ist, zweimal am Tag Gelegenheit zur freien Bewegung geben.

Jetzt ist Schluss. Ob der Tod des Hündnchens für uns noch ein Nachspiel hat, wird sich weisen.



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