Samstag, April 03, 2010Der EgliBlog ist umgezogen
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So heisst der kleine Sohn von Kurts Gärtner Annibal, der auch einmal unser Gärtner war. Ezechiell geht seit Kurzem in den Kindergarten (man nennt es hier bereits Schule). Im Moment bin ich nicht sicher, ob er 4- oder 5-jährig ist, ein magerer hübscher Kerl mit einem dichten schwarzen Lockenkopf. Blacky, der Hund, und er haben beinahe dieselbe Frisur. Wenn ich Blacky abhole und Ezechiell zu Hause ist (Hier haben die Kinder schon die ganze Woche Schulferien), begleitet er mich immer auf dem Hundespaziergang. Meist muss er erst seine Flipflops suchen, und dann rennt er dem Hund hinterher. Heute verlor er ständig einen Flipflop. Nach hundert Metern bemerkte ich, dass das Loch der Zehenbefestigung sozusagen ausgerissen war, weshalb er sein Schuhwerk immer wieder verlor. Ich fragte ihn, ob wir nicht besser umkehren sollten, aber er wollte weiter. So alle 50 Meter stopfte er die Halterung wieder ins Loch, und das ohne jeglichen Kommentar. Es schien ihn nicht wirklich zu stören. Auf dem Heimweg fragte ich ihn bei jeder Wegkreuzung, welchen Weg wir wählen sollten. Der kleine, schlaue Kerl wählte noch mehrere hundert Meter von daheim entfernt den Weg, der zuerst zu unserem Haus und dann erst zu Kurts Haus führt. (Indianer haben einen guten Orientierungssinn!!!) Er weiss, dass ich ihm immer was gebe, mal eine Banane, mal ein Schoggiguetzli. Heute wars heiss, drum fragte ich ihn, ob er einen Saft möge. Er bejahte und erzählte, daheim trinke er Milch mit Zucker, aber bei mir wolle er Saft und Blacky wolle Milch. Kaum hatte er ausgetrunken, rannte er heim, denn unterwegs hatte er ein Plastikteilchen gefunden, mit dem man Seifenblasen machen kann. Dienstag, März 30, 2010Selbstmord im Schwimmbad!
Seit Wochen finden wir beinahe täglich tote Libellen in unserem Schwimmbad. Es gab Tage, an den fischten wir vier oder fünf Libellenleichen aus unserem Schwimmbad. Warum die Viecher ertrunken sind oder sich umgebracht haben, wissen wir nicht. - In den letzten Jahren sind immer wieder Libellen über unserem Schwimmbad aufgetaucht. Aber gar nie fanden wir eine tote Libelle. Wer hat eine Idee, woran es liegt? Sonntag, März 28, 2010EU - Schweiz - Libyen - Es ist zum Kotzen!!!
Wenn ich heute die Zeitung lese, kommt mir die Galle hoch. Da entschuldigt sich der spanische EU Ratspräsident im Namen der EU, weil sich ein Nicht-EU-Land wie die Schweiz ungebührlich verhalten und dafür gesorgt hat, dass "Ehrenmännern" aus Libyen keine Visas mehr für die Einreise in den Schengenraum erhielten. Die EU verbündet sich mit dem kriminellen Ghadafi und lässt die Schweiz und damit Göldi total im Stich. Berlusconi ist ein guter Freund Ghadafis: Wen wunderts, die zwei Saubermänner passen ja ausgezeichnet zusammen!!! Weltpolitik = reine Interessenpolitik, von Gesetzmässigkeit oder gar Gerechtigkeit kann keine Rede sein. Die von allen beniedene kleine Schweiz darf zwar dem EU-Moloch wacker Geld in den Rachen schieben, aber man lässt sie im Regen stehen. Es ist schändlich. Zeitumstellung
In der letzten Nacht hat die Schweiz auf Sommerzeit umgestellt. Der Unterschied zu Paraguay beträgt jetzt fünf Stunden. Wenn es in der Schweiz 12 Uhr ist, haben wir hier erst 7 Uhr morgens. Oder umgekehrt: Wenn wir in Paraguay 12 Uhr mittags haben, ist es in der Schweiz bereits 17 Uhr. Sollte Paraguay am 11. April tatsächlich auf Winterzeit umstellen, verkleinert sich der Zeitunterschied zur Schweiz auf vier Stunden. Freitag, März 26, 2010Alle Daten in einem kleinen Chip
Alfred will die Daten all seiner Tiere elektronisch erfassen, abrufen, ergänzen und bearbeiten können. Alle Angaben eines Tieres (Vorfahren, Alter, Leistungsdaten, Trächtigkeiten usw.) werden elektronsich erfasst und in einem Chip gespeichert. Jedes Tier trägt diesen Chip mit seiner individuellen Lebensgeschichte in seinem rechten Ohr. Will man die gespeicherten Daten abrufen, hält man einen Leser in die Nähe des Ohres. Auf dem Computer können dann die Daten gelesen und - wenn gewünscht - ergänzt und/oder bearbeitet werden. In der Cabana Puerto Palma waren wir heute als Zaungäste zugelassen. Hier einige Bilder von der Arbeit: Rinder warten auf ihre "Bechipung". Das vorderste Tier wurde schon früher mit einem Chip versehen. ![]() Charakterkopf ![]() Einsetzen des Chips ![]() Das erste Mal müssen die Daten auf dem Computer eingegeben werden. ![]() Doppelt genäht hält besser: Die Daten werden auch von Hand notiert. ![]() Chips und Ohrmarken liegen zum Einsetzen bereit. ![]() Das Lesegerät resp- der Lesestab ![]() Mitarbeiterhaus auf Cabana Puerto Palma ![]() Dienstag, März 23, 2010Hilfe, wir ertrinken ;-)!
Heute wäre eigentlich unser "Frauentag" gewesen. Frauentag bedeutet: 3 Deutsche und eine Schweizerin machen einen Stadtbummel, besichtigen die Kleider- und sonstigen Läden, gehen miteinander Mittagessen, tauschen das Neueste aus und kehren dann im Laufe des Nachmittags mit müden Füssen, aber zufrieden zurück. Dieser "Frauentag" fiel heute ins Wasser, denn seit morgens 7 Uhr regnet es ununterbrochen, ja manchmal prasselt es so, dass es fast ungemütlich wird. Hin und wieder donnerts und blitzts auch. Shima, unsere Kätzin, wollte heute Morgen mehrmals hinaus und wieder hinein. Ich sagte ihr schon, sie hätte einen totalen Dachschaden. Und was seh ich: Plötzlich sitzt sie breitbeinig im Spültrog in der Küche und macht "es Brünneli". Das ist eine Première. Die Dusche wurde schon heimgesucht, aber doch nicht mein Spültrog. Jo nu, Cif ist erfunden, und sie hätte ihr Geschäft ja an einem noch dümmeren Ort verrichten können. Weil ich heute dank nur 23°C recht viel Energie hatte, beschloss ich, wieder mal Basler Läckerli zu backen. Als ich alle Zutaten bereitgestellt hatte, lud ich meine Nachbarin ein, damit sie zuschauen konnte, wies geht. Sie mochte die Läckerli nämlich sehr, die ich ihr einmal schenkte. Ihrem Herrn Gemahl habe sie nur 3 abgegeben. Sälber ässe macht feiss! Als alle drei Bleche voll waren, gab ich ihr den Rest des Teiges mit. So musste ich mich nicht überarbeiten, und sie freute sich! Im Laufe des Morgens kam auch noch Toni vorbei, brachte den Wochenendlohn von Gusti für Ilani, die aber erst morgen wieder bei uns ist. Zum Mittagessen gabs einen gemischten grünen Salat und Resten von gestern, denn gestern hatten wir Gäste. Die Mehrzeit die ich jeweils in der Küche verbringe, um Gäste zu bekochen, spare ich dank Resten jeweils am Folgetag ein. Das finde ich praktisch. Jetzt les ich dann spannende Kurzkrimis, die mir Francis ausgeliehen hat. Es sind deutsche, österreichische und Schweizer Schriftsteller, die jeweilige Orte im Nachbarland (zwischen Hegau und Rheinfall) besuchten mit dem Auftrag, an jedem Ort einen Krimi zu verfassen, frei nach dem Motto "kein Ort ohne Mord". Die zwei Taschenbücher tragen den Titel "Gefährliche Nachbarn". Jede Geschichte ist total anders, jede spannend. Es handelt sich um zwei Taschenbücher. Jürg hat eines bereits gelesen. Er ist mittlerweile der eifrigere Leser als ich. Und heute hab ich per Internet eine Serie lustiger Sprüche von Toni erhalten. Hier ein paar Kostproben: Wer den Mund hält, wenn er merkt, dass er Unrecht hat, ist weise. Wer den Mund hält, obwohl er recht hat, ist verheiratet. Ich verspreche nichts, und das halte ich auch. Früher arbeiten macht nur früh müde. Geisterfahrer können sehr entgegenkiommend sein. Er war Mathematiker, aber sie war unberechenbar. Montag, März 15, 2010Die Arroganz der Strombarone...
...und die Dummheit der paraguayischen Regierung! In der Nacht vom letzten Samstag auf Sonntag wäre in Paraguay wie jedes Jahr die Sommerzeit zu Ende gegangen und die Winterzeit hätte beginnen müssen. Die Herren der ANDE (staatliche Elektrizitätsgesellschaft) wussten das in sozusagen letzter Minute zu verhindern. Sie behaupteten kühn und unverfroren, mit einer Verschiebung der Umstellung um einige Wochen könne das Land sehr viel Strom sparen. Unsere Regierung war dumm genug, diesen Schmarren zu glauben und entschied, die Zeitumstellung findet dieses Jahr erst in der Nacht vom 10./11. April statt. Wir warten gespannt auf den nächsten Schildbürgerstreich... Dienstag, März 09, 2010Der Unterschied
Kürzlich habe ich auf Spanisch ein lustiges mail erhalten. Hier der gekürzte Inhalt: Der brasilianische Kabarettist, Dramaturg und Schriftsteller Millor Fernandez stellte öffentlich die Frage, was der Unterschied sei zwischen einem Politiker und einem Dieb. Ein Leser hat Millor die folgende Antwort gegeben: "Ich habe lange überlegt und bin zum Schluss gekommen, dass der einzige Unterchied darin besteht, dass ich selber den Politiker gewählt habe, während der Dieb mich gewählt hat." Millor antwortete dem Leser: "Sie sind ein Genie, sie sind der Einzige, der einen Unterschied entdeckt hat." Samstag, Februar 27, 2010Farbige Welt
Vor etlichen Wochen haben wir versucht, zwei neue Plastikstühle zu kaufen, die rund um einen Gartentisch stehen und manchmal regennass werden. Blaue sollten es sein, weil die bisherigen auch blau sind, so eine Art dezentes Swissair-Blau. Nach E-Mail und Telefonanruf ist das Versprechen auf den Tag genau eingelöst worden; die blauen Stühle wurden von Asunción geliefert und sogar für uns reserviert. Jürg fuhr gleich hin und kam statt mit zwei mit sechs Stühlen zurück. Ich wunderte mich, aber als ich die Stühle aus der Nähe sah, war mir alles klar. Dieses intensive, quasi fluoreszierende Blau (blauer geht wirklich nicht!) passte überhaupt nicht zu den alten dezent blauen Stühlen. Neben den blauen hätten sie zurzeit nur noch weisse gehabt, berichtete Jürg. Weisse hätte ich auch nicht vorgezogen, denn die bleiben hierzulande nicht lange weiss. Jetzt freuen sich unsere Angestellten, dass sie die alten Stühle mitnehmen dürfen, und die Sonne wird das intensive Blau hoffentlich bald etwas verbleichen lassen. |
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